Die ersten sechs Rheinland-Pfälzer sind für die Olympischen Spiele nominiert

DOSB benennt in Frankfurt/Main insgesamt 85 Athletinnen und Athleten

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57 Tage vor dem Beginn der Olympischen Spiele in London (27. Juli bis 12. August) stehen die ersten deutschen Teilnehmer fest. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat am Donnerstag in Frankfurt/Main 85 Athletinnen und Athleten aus elf Sportarten für die Deutsche Olympiamannschaft nominiert – darunter auch sechs Athleten aus Rheinland-Pfalz.

Im einzelnen sind Fechterin Alexandra Bujdoso (Königsbacher SC, Säbel Einzel), Fechter Peter Joppich (CTG Koblenz, Florett Einzel und Team), Radsportlerin Miriam Welte (RSC Kaiserslautern, Teamsprint), die Tischtennis-Spielerinnen Kristin Silbereisen (FSV Kroppach, Einzel und Team) und Wu Jiaduo (FSV Kroppach, Einzel und Team) sowie die Trampolin-Turnerin Anna Dogonadze (MTV Bad Kreuznach) in der ersten von insgesamt drei Nominierungsrunden, die das DOSB-Präsidium vornimmt, nominiert worden. Die weiteren folgen am 25. Juni (mit rund einem weiteren Dutzend Sportarten) und am 4. Juli (mit den restlichen Sportarten, Sonderfällen sowie allen Betreuerinnen und Betreuern) jeweils auch in Frankfurt/Main.

Insgesamt sind unter den ersten Nominierten 37 Frauen und 48 Männer. Sieben der 85 Nominierten sind Alternate Athletes (4 Männer / 3 Frauen), die zwar in London vor Ort akkreditiert sind aber nicht im Olympischen Dorf wohnen. Nach aktuellem Stand sei davon auszugehen, dass Deutschland in 23 der 26 olympischen Sommersportarten (-verbände) in London vertreten ist, erklärte Michael Vesper, bei den Spielen Chef de Mission. Die Olympiamannschaft werde voraussichtlich nur im Basketball, Fußball und Handball keine Starter stellen. „Der Deutschen Olympiamannschaft werden rund 380 Sportlerinnen und Sportler angehören. Auch wenn wir das kleinste Team seit der Wiedervereinigung erwarten, wird es ein leistungsstarkes sein“, urteilte Vesper. Ziel sei es, den in Peking erkämpften Platz in der Weltspitze erfolgreich zu verteidigen. Vor vier Jahren hatte die Mannschaft mit insgesamt 41 Medaillen, darunter 16 Goldmedaillen (zehn Silber, 15 Bronze) hinter China, den USA, Russland und Großbritannien im Medaillenspiegel Platz fünf belegt. Insgesamt waren damals 440 Athletinnen und Athleten nominiert (195 Frauen/245 Männer), nach 449 Sportlern 2004 in Athen (195 Frauen/254 Männer).

Schon vor den Spielen hat auch die Planung der Willkommensfeier für das Team begonnen. Am Mittwoch, 15. August, wird die Mannschaft auf dem Traumschiff Deutschland in den Hamburger Hafen einlaufen und dort hoffentlich von vielen Tausend Menschen gefeiert, wie nach den Winterspielen 2010 auf dem Marienplatz in München.

Weitere Infos gibt es bei: Michael Heinze.