Miriam Welte holt im Teamsprint zweites Olympia-Gold für "Team Rheinland-Pfalz"

25-Jährige vom RSC Kaiserslautern siegt im Londoner Velodrom mit Partnerin Kristina Vogel aus Erfurt / „Ein Traum ist wahr geworden“

2012_welte_foto_lsb_archivZweite Medaille für das Team Rheinland-Pfalz bei den Olympischen Spielen in London – und schon wieder Gold: Im Londoner Velodrom schnappten sich die Radsportlerinnen Miriam Welte und Kristina Vogel am Donnerstagabend den ersten Platz im Teamsprint und sorgten damit am sechsten Wettkampftag für den insgesamt vierten deutschen Olympiasieg in London.

Das Duo aus Kaiserslautern und Erfurt war am Donnerstag im Finale gegen China zunächst unterlegen, profitierte dann aber von einer Disqualifikation der Kontrahentinnen wegen eines Wechselfehlers. Bronze ging an das australische Duo. Welte und Vogel waren schon dank der Disqualifikation von Großbritannien in der ersten Runde vom dritten auf den zweiten Platz vorgerückt und damit bei der olympischen Premiere des Wettbewerbs ins Finale gekommen. Die Berliner Morgenpost bezeichnete das Duo Welte/Vogel in ihrer Online-Ausgabe als „größte Glückskinder der Spiele“.

Den Gastgeberinnen wurde vor 6.000 Zuschauern im neuen Velodrom ebenfalls ein Wechselfehler zum Verhängnis. Im Endlauf hatten die deutschen Weltmeisterinnen auf der Bahn gegen das Duo aus China kaum eine Chance. Die Asiatinnen hatten im ersten Wettbewerb sowohl in der Qualifikation als auch der ersten Runde den Weltrekord verbessert. Zunächst hatten die Britinnen in der Qualifikation den Weltrekord unterboten.

„Ein Traum geht heute in Erfüllung“, sagte Welte der Koblenzer Rhein-Zeitung . "Aber es fühlt sich auch irgendwie komisch an." Welte wörtlich: "Ich freue mich wahnsinnig - aber eigentlich hätte es für uns nicht zu Gold gereicht." Sogar bei der Siegerehrung schien die Polizeikommissars-Anwärterin aus Otterbach bei Kaiserslautern noch immer nicht zu verstehen, was da gerade passiert war.
Weitere Infos gibt es bei: Michael Heinze.