Startschuss für ein ebenso ambitioniertes wie notwendiges Projekt

Turngemeinde 1861 Mainz-Gonsenheim präsentiert Förderprogramm „Bewegungsspielräume“ für Demenzkranke und deren Angehörige
2012_demenzStartschuss für ein ebenso ambitioniertes wie notwendiges Projekt: Die Turngemeinde 1861 Mainz-Gonsenheim (TGM) stellte „Bewegungsspielräume“ vor, ein Förderprogramm für Demenzkranke und deren Angehörige.

„Ich freue mich, dass sich die TGM dieses brisanten Problems angenommen hat“, sagte die Gonsenheimer Ortsvorsteherin und Förderprogramm-Schirmherrin Sabine Flegel in ihrem Grußwort. Flegel nannte auch die entsprechenden Zahlen: 2030 werde Deutschland 7,3 Millionen über 60 Jahre alte Einwohner haben, eine Zunahme um 34,5 Prozent gegenüber 2009. Damit sei erwartungsgemäß auch eine sprunghafte Zunahme von Demenzkranken zu erwarten, von derzeit 1,2 Millionen auf 2,5 Millionen Menschen.

„Als einer der größten Mainzer Breitensportvereine tragen wir selbstverständlich auch soziale Verantwortung“, erläuterte der TGM-Vorsitzende Andreas Maurer den Hintergrund von „Bewegungsspielräume“, das in Zusammenarbeit mit UBG entwickelt wurde, einer Berliner Unternehmensberatung, die sich auf das Gesundheitswesen spezialisiert hat. UBG-Geschäftsführerin Astrid Vonhoff teilte mit, „Bewegungsspielräume“ sei ausdrücklich darauf fokussiert, innerhalb fester Tagesstrukturen Betroffenen und Angehörigen wieder Spaß und Lebensfreude zu vermitteln.

Moderatorin Barbara Petermann sprach in diesem Zusammenhang auch von einem „Kompetenzprogramm“. Ein Team von sieben Kompetenzen habe sich für „Bewegungsspielräume“ zusammengefunden, dessen einziges Bestreben es sei, auf der anderen Seite - bei den an Demenz erkrankten Menschen - Kompetenzen wieder zu entdecken und zu fördern. Das Programm, das im November anläuft, werde ganz individuell auf die Teilnehmer innerhalb der Gruppe zugeschnitten sein, betonte Petermann. Unerlässlich sei dabei die Einbindung von Angehörigen der Demenzkranken. „Durch das Förderprogramm werden diese lernen. ein neues, lebenswertes Lebenskonzept zu entwickeln“, informierte Petermann.

„Bewegungsspielräume“ wird bei der TGM, in der Gonsenheimer Kirchstraße 45-47, stattfinden. Jeweils montags, dienstags und donnerstags von 15 bis 18 Uhr. Es beinhaltet zwei Stunden qualifiziertes Kompetenz-Programm sowie jeweils eine halbe Stunde zum „Ankommen“ und zur „Verabschiedung“. Krankenkassen unterstützen die Programmteilnahme mit einem Zuschuss.

Stellvertretend für das gesamte Kompetenzteam, das unter anderem Schwimmlehrerin, Physiotherapeutin, Hundephysiotherapeutin, eine Spezialistin für nonverbale Kommunikation und einen Musiker mit einbindet, stellte Dr. Bernadette Gresch-Merz, Ärztin für Ganzheitsmedizin, die „Bewegungsspielräume“ medizinisch begleiten wird, fest: „Wir freuen uns auf die Arbeit - und diese Freude wollen wir weitergeben.“

Weitere Infos:
Telefon: 06131/5763728
E-Mail: demenz [AT] tgm-gonsenheim [PUNKT] de
Internet: www.tgm-gonsenheim.de/demenz
Weitere Infos gibt es bei: Michael Heinze.