Landessportlerwahl: Wer sind die rheinland-pfälzischen Sportler des Jahres 2012?

Bis zum 6. Januar 2013 kann unter www.landessportlerwahl.de abgestimmt werden

2012 landessportlerwahlWer sind die rheinland-pfälzischen Sportler des Jahres 2012? Der Landessportbund (LSB) Rheinland-Pfalz ruft alle Sportfans zur Abstimmung auf. Im Internet können unter der Adresse www.landessportlerwahl.de jeweils sechs Kandidaten in den Kategorien Sportlerinnen, Sportler und Teams mit einem bis maximal sechs Punkten bewertet werden. Vom 21. November 2012 bis zum 6. Januar 2013 kann gewählt werden, die Siegerehrung am 13. Januar wird live in der SWR-Fernsehsendung „Flutlicht“ ab  21.45 Uhr übertragen.

Die Jury, bestehend aus LSB-Vertretern sowie Sportjournalisten der rheinland-pfälzischen Tageszeitungen, Fernseh- und Rundfunkanstalten, hat folgende Kandidaten vorgeschlagen:

Sportlerinnen

Miriam Welte (Bahnrad)
Für die 25-jährige Bahnradfahrerin des RSC Kaiserslautern ist 2012 das mit Abstand erfolgreichste Jahr ihrer Karriere. Die dreifache Deutsche Meisterin (Keirin, 500 Meter und Teamsprint) erkämpft sich in der Disziplin Bahn Mannschaftssprint den Weltmeistertitel im australischen Melbourne und vier Monate später die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in London.

Hannelore Brenner (Para-Dressurreiten)
Wer an paralympische Medaillen denkt, denkt an Hannelore Brenner. Die Ausnahmeathletin vom Reitclub Hofgut Petersau gewinnt bei den Paralympics in London mit ihrer Stute Women of the World zweimal Gold in der Einzelwertung sowie Silber im Team. Damit stockt die Diplom-Betriebswirtin ihre Sammlung auf 30 internationale Medaillen auf.

Britta Näpel (Para-Dressurreiten)
Mit Teamsilber und zwei Silbermedaillen in den Einzelprüfungen kommt Britta Näpel von den Paralympics aus London zurück, nachdem sie 2008 in Peking Gold geholt hat. Die Pferdewirtschaftsmeisterin vom IG Therapeutisches Reiten Rhein-Main, die von der deutschen Spitzenreiterin Uta Gräf trainiert wird, ist zum dritten Mal bei Paralympischen Spielen gestartet.

Angelika Trabert (Para-Dressurreiten)
Die promovierte Medizinerin und erfahrene Olympionikin kann ihren Erfolg von Peking 2008 wiederholen und gewinnt auch in London bei ihrer fünften Teilnahme an Paralympischen Spielen Silber mit der Mannschaft. In den Einzelprüfungen legt die Kür-Weltmeisterin, die für den RC Hofgut Petersau startet, noch einmal nach und erkämpft sich zwei Bronzemedaillen.

Celia Okoyino da Mbabi (Fußball)
Bereits seit 2005 spielt die 24-jährige Studentin der Kulturwissenschaft im Nationalteam. Mit vier Treffern im EM-Quali-Spiel gegen die Schweiz erzielt Mbabi als erste deutsche Spielerin in vier aufeinander folgenden Spielen jeweils mindestens drei Tore. Im August wird die Mittelfeldspielerin des SC 07 Bad Neuenahr zu Deutschlands Fußballerin des Jahres gewählt.

Lilli Schwarzkopf (Siebenkampf)
Bevor sie ihren olympischen Erfolg feiern kann, muss Lilli Schwarzkopf in London einen Krimi durchleben: Nach dem abschließenden 800-Meter-Lauf wird die 29-jährige Siebenkämpferin des LG Rhein-Wied disqualifiziert, weil sie zu Beginn ihre Bahn verlassen haben soll. Letztendlich geht der Medaillentraum der Sportstudentin aber doch noch in Erfüllung und ihr wird Silber zuerkannt.

Sportler

Richard Schmidt (Rudern)
Der Deutschland-Achter wird bei den Olympischen Spielen in London seiner Favoritenrolle gerecht und gewinnt nach 36 Siegen in Serie in einem dramatischen Rennen die Goldmedaille. Mit dabei: Richard Schmidt vom Ruderverein Treviris Trier. Mit seinen 25 Jahren zählt er zu den Jüngsten und hat gute Chancen, den Titel in Rio zu verteidigen.

Raphael Holzdeppe (Stabhochsprung)
Zweimal persönliche Bestleistung – und das im olympischen Stabhochsprungfinale.  Der 22-jährige Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken) springt sich in einem dramatischen Endkampf in die Herzen der Zuschauer und gewinnt mit 5,91 Metern die Bronzemedaille – genau wie bei der EM in Barcelona wenige Wochen zuvor.

Peter Joppich (Florettfechten)
Natürlich hätte Florettfechter Peter Joppich (CTG Koblenz) lieber um olympisches Mannschaftsgold gefochten, was sportlich auch verdient gewesen wäre, aber aufgrund strittiger Entscheidungen der Obleute verhindert wurde. Im Gefecht gegen die USA überragt Joppich und sichert seinem Team die Bronzemedaille.

Wojtek Czyz (Para-Leichtathletik)
Silber im Weitsprung, Bronze über 100 Meter und mit der 4x100 Meter Staffel: Bei seinen dritten Paralympics avanciert Wojtek Czyz (1.FC Kaiserslautern) mit drei Medaillen zu einem der erfolgreichsten Athleten in London. Abseits der Laufbahn entfacht der 32-Jährige die Diskussion um technisches Doping seiner Konkurrenten.

Dimitri Colupaev (Schwimmen)
Pünktlich zum Saisonhöhepunkt ist Dimitri Colupaev in Topform, schwimmt die deutsche 4x200 Meter Staffel im Finale vorübergehend auf die zweite Position nach vorne und muss sich am Ende „nur“ mit dem vierten Platz zufrieden geben. Noch erfolgreicher verlief für den Schwimmer des SSV Undine Mainz die EM mit Staffel-Gold und –Silber.

Thomas Schmidberger (Para-Tischtennis)
Jeweils Silber im Einzel und mit der Mannschaft, dazu Fahnenträger des Deutschen Teams bei der Abschlussfeier, und das bei seinen ersten Paralympics. Viel erfolgreicher konnte das paralympische Debüt des querschnittsgelähmten Neu-Rheinland-Pfälzers Thomas Schmidberger (RSG Koblenz) nicht verlaufen.

Teams

Frauen des FSV Kroppach (Tischtennis)
Die Abonnement-Siegerinnen aus dem Westerwald: Zum fünften Mal in Folge gewinnen die Spielerinnen um Ex-Europameisterin Jiaduo Wu den DM-Titel. Die Olympia-Teilnehmerinnen Wu und Kristin Silbereisen schnappen sich zudem Bronze bei den Europameisterschaften im Doppel.

Katrin Schultheis und Sandra Sprinkmeier (Kunstrad)
Bei den Weltmeisterschaften im eigenen Land legt das Duo vom RV Mainz-Ebersheim vor 4.600 Fans in der Aschaffenburger Unterfrankenhalle eine hoch konzentrierte Kür hin, während die Konkurrenz patzt. Als Lohn gibt es für Katrin Schultheis und Sandra Sprinkmeier das fünfte WM-Gold.

JSV Speyer (Judo)
Die Frauen aus der vorderpfälzischen Judo-Hochburg beenden die Saison in der Damen-Bundesliga als Deutscher Vizemeister, die JSV-Herren sichern sich etwas überraschend den Aufstieg in die Eliteliga. Das Ziel: Speyer soll zu einem Nachwuchsleistungszentrum für den nationalen Judo-Sport werden.

Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern (Handball)
Nach dem Aufstieg in die Frauenhandball-Bundesliga sind die Vulkan-Ladies ein neues Sport-Highlight für Koblenz und den Mittelrhein. Ein erstklassig besetztes Team mit jeder Menge Leidenschaft und packender Event-Atmosphäre machen die Erstliga-Partien der Vulkan-Ladies zu begeisternden Sport-Ereignissen.

ASV Mainz 88 (Ringen)
Vor einem Jahr nur denkbar knapp im Halbfinale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft gescheitert, haben sich die 88er diesmal bereits sehr frühzeitig für das Play-off-Viertelfinale qualifiziert. Großen Anteil an den tollen Leistungen hat der Cheftrainer und Sportliche Leiter Baris Baglan.

Para-Dressurreiterinnen
Die routinierten Dressurreiterinnen Hannelore Brenner, Britta Näpel und Dr. Angelika Trabert haben bei den Paralympics in London nicht nur in den Einzeldisziplinen für einen warmen Medaillenregen für das Team Rheinland-Pfalz gesorgt, sondern auch in der Teamwertung Silber gewonnen.

Hier geht's zur Abstimmung (bis 6. Januar):
www.landessportlerwahl.de

Weitere Infos gibt es bei: Michael Heinze.