In Niederhausen machen’s alle gemeinsam

Sportgemeinschaft kreiert Rundweg mit Aktionen / „Gemeinde Pracht in Bewegung“

2012 niederhausen1 f h gunnemannDie Sportgemeinschaft Niederhausen-Birkenbeul war einer der ganz großen Gewinner bei der Preisverleihung des Wettbewerbs „Wir machen´s.Gemeinsam.“ für Sportvereine und Kommunen, den der Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) und die Sparda-Bank Südwest zum ersten Mal veranstaltet hatten. Im Mai 2012 konnte sich SG-Vorsitzender Peter Fuhrmann für die Idee eines Rundwegs mit Aktionen neben zwei anderen Vereinen über den höchsten Förderbetrag von 10.000 Euro freuen. Das Förderprogramm von LSB und Sparda-Bank-Stiftung stellte insgesamt 150.000 Euro für Vereinsprojekte zur Verfügung.

„Gemeinde Pracht in Bewegung“ - Der Leuchtturm weist den Weg in die Zukunft: So lautet der Titel des Vorzeigeprojekts, das in der Ortsgemeinde Pracht in Angriff genommen wird. Ziel ist ein Wanderweg, der mit Angeboten die drei Gemeindeortsteile verbindet. Start ist am Sportheim Hohe Grete mit einer Kletterwand, weiter geht es durch Wald und Wiese mit Klangobjekten zu einem Kulturplatz für Lesungen, zum Spielplatz in Wickhausen mit Boule-Spielfeld und überdachten Sitzplätzen. Dann durch Wiesen und Felder zum Kindergarten Pracht. Hier entsteht ein Versammlungsplatz mit Lagerfeuer und Sitzrunde sowie einem Barfußpfad. Weiter geht es nach Niederhausen, auf dessen Bolzplatz eine Schaukel auch für Erwachsene errichtet wird. Von hier erfolgt ein Abstecher zum Bürgerhaus Geilhausen mit Außen-Schach- und Damespiel, ehe es über Niederhausen auf dem singenden Trimm-Dich-Pfad mit Tafeln zurück zum Sportplatz geht. All das ist in den letzten Monaten in den Köpfen der Projektbeteiligten des Vereins und der Ortgemeinden entstanden.

Ziel der Kooperation ist es, die Gemeinde mit den Ortsteilen Pracht, Wickhausen und Niederhausen mit Einbindung des im Wald liegenden Sportplatzes und des Bürgerhauses in Geilhausen intensiver zu verbinden. Außerdem soll zur besseren Zusammenarbeit, insbesondere der Vereine, beigetragen werden. Heranwachsende wie Senioren sollen sich unter Berücksichtigung des demografischen Wandels in ihrer Heimat wohlfühlen. Das Projekt weckt öffentliche Aufmerksamkeit und dient vor allem auch den Vereinen durch neue Angebote, die den Mitgliedern gefallen und neue Mitglieder interessieren können. Die Vernetzung der Vereine eröffnet neue Möglichkeiten. Die Gemeinde profitiert von aktiven Bürgern. Die öffentliche Kasse wird geschont. Bürger kommen zusammen. Integration fällt leichter. Alle tun etwas für ihre Gesundheit und das Leben miteinander, erhalten so auch wichtige Werte der Gesellschaft. „Durch dieses Projekt werden nicht zuletzt auch das Leben in und die Attraktivität der Gemeinde verbessert“, spricht Andreas Manthe, Leiter Unternehmenskommunikation bei der Sparda-Bank Südwest, von einer „äußerst innovativen und zukunftweisenden Idee“. Laut Manthe ist „der soziale Aspekt ein ganz wesentlicher, warum wir dieses Projekt unterstützen“. Man wolle die Vorzeige-Projekte auch weiter vor Ort begleiten und sich von der Umsetzung der guten Ideen überzeugen. Auch Hiltrud Gunnemann, LSB-Abteilungsleiterin Sportentwicklung/Breitensport, findet den Projektplan besonders gelungen. „In diesem Projekt ist die Gemeinschaftsidee hervorragend umgesetzt worden“, so Gunnemann. „Dass das Projekt angenommen wird, hat ja auch die große Resonanz in der Bevölkerung beim Pressetermin in Pracht-Wickhausen gezeigt.“

Als am 16. November die Einweihung des Boule-Spielfeldes gefeiert wurde, kam das halbe Dorf. Am 23. November wurde die Erwachsenenschaukel eingeweiht. Und nach und nach die anderen Stationen. Besonders erwähnenswert: Interessierte Bürger aus der Bevölkerung und dem Verein werden die Betreuung der Stationen in ihre Obhut nehmen. Die neuen Schilder des Gemeinschaftsprojektes von LSB und Sparda sind prima angekommen. Jede Station kann nun mit einem Aluschild ausgezeichnet werden. Auch der Bezug zum Wettbewerb kann hergestellt werden. Wiedererkennungswert hat nicht zuletzt der von Projektinitiatorin Christine Wendel entworfene Leuchtturm, auf dem plakativ alle Aspekte des Projektes vereinigt sind - und es werden ganz sicher noch mehr. „Wir wollen nicht, dass es sich dabei um eine Eintagsfliege handelt“, stellt Wendel klar. „Es werden regelmäßig Veranstaltungen stattfinden – und wir möchten die Aktionspunkte beleben.“

Weitere Infos gibt es bei: Michael Heinze.