Ringer fordern DOSB zum Handeln auf

"Keiner kann IOC-Beschluss nachvollziehen" / Dank an Sportminister Roger Lewentz und LSB-Präsidentin Karin Augustin

2013 ringen homepage f koppIn der Diskussion um die Zukunft des olympischen Ringens haben die Präsidenten der drei rheinland-pfälzischen Ringerverbände den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dessen Präsidenten Dr. Thomas Bach nachdrücklich aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass Ringen weiterhin Teil des olympischen Programms bleibt und der Beschluss der IOC-Exekutive revidiert wird.

„Der DOSB vertritt uns im Internationalen Olympischen Komitee und Thomas Bach ist zudem Vizepräsident des IOC. Hier erwarten wir gerade von ihm eine klare Stellungnahme“, macht Ludwig Schacker, Präsident der ARGE Ringen Rheinland-Pfalz und des Ringerverbandes Pfalz, deutlich.

Die drei rheinland-pfälzischen Ringer-Verbände, denen zusammen rund 3000 Sportler in 30 Vereinen angehören, dankten der rheinland-pfälzischen Landesregierung und auch dem Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) für deren Engagement für das Ringen. Sowohl der rheinland-pfälzische Innen- und Sportminister Roger Lewentz wie auch die LSB-Präsidentin Karin Augustin hatten sich in Briefen an Bach nachdrücklich für den Verbleib der Ringer im olympischen Programm ausgesprochen. „Für eine solche Unterstützung sind wir dankbar“, unterstrich Peter Gölz, der Präsident des Schwerathletikverbandes Rheinhessen.

„Überall erfahren wir viel Solidarität, überall hören wir aber auch, dass keiner diesen IOC-Beschluss nachvollziehen kann“, sagt Marion Pangsy, Präsidentin des Schwerathletikverbandes Rheinland. Nun gelte es, das IOC zu überzeugen, dass eine der ältesten Sportarten, die schon in der Antike selbstverständlich zu den Olympischen Spielen gehört habe, nicht einfach aus dem olympischen Programm gestrichen werden könne. „Und dafür werden wir Ringer kämpfen“, so Pangsy.

Schacker verwies darauf, dass gerade aus Rheinland-Pfalz immer wieder viele Ringer an Olympischen Spielen teilgenommen hätten. „Denken wir an den Kran von Schifferstadt, an Wilfried Dietrich, an Markus Scherer, an Werner Schröter, an Karlheinz Helbing, an Anita Schätzle oder Alexandra Engelhardt“, so Schacker. Zudem habe man in Rheinland-Pfalz viel in die Infrastruktur investiert, in Sportschulen, Trainingsstätten oder den Ringer-Bundesstützpunkt in Schifferstadt. „Dies alles war auf die Olympischen Spiele ausgerichtet“, so Gölz. Und Schacker macht klar: „Dies alles darf nicht einfach dem Kommerzdenken geopfert werden.“

Weitere Infos gibt es bei: Michael Heinze.