Pilotprojekt: „Deutsch-Französischer Pierre de Coubertin Preis 2013“

Landessportbund organisiert gemeinsam mit französischen Partnern ein Seminar rund um den Fair Play-Gedanken für zehn Preisträger in Evian am Genfer See

2013 pdc bsteDer Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) und seine französischen Partner, die Amicale Bourguignonne des Sports (ABS), l’Union pour la Coopération Bourgogne Rhénanie-Palatinat (UCBRP) und das Regionalolympische Sportkomitee von Burgund (CROS) führen vom 6. bis 10. Juli in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Pierre-de-Coubertin-Komitee (CIPC) und dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) das Pilotprojekt „Deutsch-Französischer Pierre de Coubertin-Preis“ durch. Aufgrund der beiden Sprachen, der unterschiedlichen Kulturen, der verschiedenen Bildungssysteme der beiden Partnerländer und der angepassten Bewertungskriterien hebt sich dieser Preis vom „Deutschen Pierre de Coubertin-Abiturpreis für besondere Leistungen im Sport“ ab.

Das Projekt wird 2013 als Pilotprojekt vorerst mit ausgewählten burgundischen und rheinland-pfälzischen Gymnasien gestartet und soll anschließend, 2014, an allen burgundischen und rheinland-pfälzischen Gymnasien angeboten werden. Das DFJW hat im Rahmen des 50. Jubiläums der Unterzeichnung des Elysées-Vertrages zwischen Deutschland und Frankreich zahlreiche Aktionen ins Leben gerufen, bei denen Vereine, Organisationen, Schulen, Verbände die Möglichkeit haben, ein Teil der Feierlichkeiten der 50-jährigen Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich zu sein. Die Aktion „50 Jahre – 50 Projekte“ zählt dazu. Der LSB ist stolz darauf, dass das DFJW sein Pilotprojekt in diese Aktion aufgenommen hat. „Wir bieten somit insgesamt zehn engagierten Schülern aus Burgund und Rheinland-Pfalz die Möglichkeit, gemeinsam eine Woche in Evian-Les-Bains zu verbringen und an einem Seminar zum Thema ´Sport, Ethik und die Olympische Erziehung – der Fair Play-Gedanke´ teilzunehmen“, sagt Helmut Loenenbach, Vorsitzender des LSB-Arbeitskreises für Internationale Fragen. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird Bernard Ponceblanc, Vorstandsmitglied des Internationalen Pierre de Coubertin-Komitees, an diesem Montag die Preisverleihung im Olympia-Museum in Lausanne vornehmen. Evian-les-Bains liegt am Genfer See gegenüber von Lausanne.

Zielgruppe des Pilotprojekts waren SchülerInnen der Oberstufe rheinland-pfälzischer Gymnasien bzw. burgundischer Lycées. Die SchülerInnen mussten gute Noten in Sport und in ihrer Fremdsprache aufweisen. Ehrenamtliches Engagement im außerschulischen Bereich und interkulturelle Interessen waren weitere Voraussetzung für eine Bewerbung. Die Wahl fiel am Ende auf Jessica RAFAEL NUNES (lycée Simone WEIL, Dijon), Laure PERE (lycée Simone WEIL, Dijon), Solène DRIOTON (lycée Les Arcades, Dijon), Mathilde RENAUDOT (lycée Les Arcades, Dijon), Elisa DECHAUME (lycée Carnot, Dijon), Sara Leonie AICHELE (Otto-Schott-Gymnasium, Mainz), Leon HILBERT (Otto-Schott-Gymnasium, Mainz), Clarissa BRAUNS (Gymnasium am Römerkastell, Alzey), Marten SCHMIDT (Elisabeth-Langgässer-Gymnasium, Alzey) sowie Susanne MARQUENIE (Friedrich-Wilhelm-Gymnasium, Trier).

Der „Deutsch-Französische Pierre de Coubertin-Preis“ lehnt sich an den in Rheinland-Pfalz bereits bestehenden „Pierre de Coubertin Abiturpreis für besondere Leistungen im Sport“ an. Der in Rheinland-Pfalz sehr erfolgreich durchgeführte und angenommene PdC-Preis für Sport dient als Modell für das Pilotprojekt, das ein „Türöffner“ und ein „Leuchtturmprojekt“ für die angestrebten Ziele sein soll – den Stellenwert des Pierre de Coubertin-Preises zu untermauern und den Preis in Rheinland-Pfalz und vor allem in Burgund zu verbreiten.

Weitere Infos gibt es bei: Michael Heinze.