ÜL B Ausbildung „Sport im Ganztag“ in Koblenz erfolgreich abgeschlossen

Daumen hoch für den Einsatz in der Ganztagsschule

„Es ist beeindruckend so tolle Menschen kennenzulernen. Soviel Motivation und Qualifikation!“, begeisterte sich Carl Bonn, Teilnehmer der ÜL B- Ausbildung „Sport im Ganztag“. „Ich bin dankbar dafür, dass ich das erleben darf.“, so der erfahrene Pädagoge.

spielklassiker

Spielklassiker: „Katz und Maus“, Referent, Dr. Michael Bieligk als schlaue Katze

21 Frauen und Männer im Alter von 18 bis 56 Jahren bildeten sich in Koblenz für den Einsatz in der Ganztagsschule weiter.  Sie alle brachten bereits verschiedenste Erfahrungen aus der sportlichen Vereinsarbeit mit. Schüler und Schülerinnen nach einem anstrengenden Schulvormittag am Nachmittag noch für den Sport zu begeistern, dies stellt höchste Anforderungen an die Übungsleiter, wie Wolfgang Stolte,  Mitbegründer dieser Ausbildung und erfahrener Lehrgangsleiter  betonte. „Was Kinder und Jugendliche für ihre Entwicklung brauchen, das müssen wir in der Planung unserer Übungsstunden im Ganztag berücksichtigen!“, forderte Stolte und plädierte sowohl für klare Strukturen als auch für ausreichende  Freiräume für Bewegung. Die Herausforderung für die Übungsleiter besteht darin, motivierende Angebote auf die Bedürfnisse der oft sehr heterogenen Zielgruppe auszurichten.


Alle an der Ausbildung beteiligten Referenten verfügen über langjährige Erfahrungen sowohl im Schuldienst als auch im Verein und konnten so den Teilnehmenden viele wertvolle Anregungen für ihre Arbeit in der Ganztagsschule geben. Grundlagen der Kommunikation, der Motivation und der Gruppendynamik wurden zum Beispiel methodisch hervorragend von Frank Rey dargeboten. Thomas Stein, Schulsportreferent des Judoverbandes Rheinland und Leiter der Grundschule in Weißenthurm,  behandelte das Thema Gewaltprävention und zeigte an praktische Übungen, wie das Selbstbewusstsein von Kindern gestärkt werden kann. Mit Spielen aus dem Ringen und Raufen vermittelte er eindrucksvoll, die Bedeutung dieses Bewegungsfeldes für die kindliche Entwicklung. Nicht nur die körperlichen Fähigkeiten werden gestärkt, sondern die Kinder lernen auch, den Partner zu respektieren, Regeln einzuhalten und den Umgang mit Sieg und Niederlage.
Im Ausbildungsverlauf erhielten die Teilnehmer immer wieder die Möglichkeit, die Inhalte zu reflektieren und lernten so ganz nebenbei eine Vielfalt von Methoden, die sie auch in der Praxis mit den Kindern anwenden können z.B. das sogenannte Stimmungsbarometer. Dieses Barometer sank etwas, als Referent Jens Schug, die Vertragsgrundlagen für den Einsatz in der Ganztagsschule vorstellte. Dies lag aber auf keinen Fall an dem kompetenten Vortrag des ersten Vorsitzenden der SFG Bernkastel-Kues, der als Berater für Sport im Ganztag die Praxis der Schulen und Vereine genau kennt. Es waren die Rahmenbedingungen selbst, die die Stimmung drückten. Diese sind gekennzeichnet von hoher Verantwortung,  vielen Pflichten und  oftmals mangelnder Anerkennung. Deshalb muss die mit dem Land bestehende Rahmenvereinbarung  dringend im Sinne der Sportvereine und der engagierten Übungsleiter nachgebessert werden, darin waren sich der Referent und alle Teilnehmer einig. 
Nach abenteuerlichen Gerätelandschaften, welche nur gemeinsam bewältigt werden konnten, präsentiert von Ralf Schall und neuen Bewegungsangeboten wie Flag Football, Tchoukball und Uni Hockey von Dr. Michael Bieligk war die Stimmung wieder prima. So ging in der abschließenden „Daumenreflexion“ bei allen Teilnehmern der Daumen nach oben. Da in Ganztagschulen auch viele Kinder mit Migrationshintergrund betreut werden, wurde von Anna Braun, die Bedeutung von interkulturellen Kompetenzen beleuchtet und sehr tiefgehend mit praktischen Übungen und dem Einsatz von Klängen und Rhythmus vermittelt. Der Höhepunkt der Ausbildung waren die abschließenden Lehrproben, in denen die Teilnehmer ihre bisherigen Erfahrungen und das Gelernte zur Anwendung bringen konnten.
Rüdiger Baier, Mitglied des Lehrteams und Vorsitzender des Deutschen Sportlehrerverbandes Rheinland Pfalz, zeigte sich beeindruckt von den Leistungen und motivierte die Teilnehmer:  „Ihr bekommt das Beste anvertraut, was unsere Gesellschaft hat, -  unsere Kinder!“ Der Vizepräsident des LSB Günter Berg, ebenfalls Mitglied des Lehrteams, dankte im Rahmen der feierlichen Lizenzvergabe den Teilnehmern für ihr Engagement im gesamten Lehrgangsverlauf. Für den Sport sei es von zukunftstragender Bedeutung, dass der Vereinssport durch qualifizierte Übungsleiter an den Ganztagsschulen repräsentiert werde, um die Kinder für den Sport im Verein zu gewinnen. Der Einsatzbereitschaft des Referententeams,  welches sich trotz zahlreicher anderer Verpflichtungen auch in der zum ersten Mal in Koblenz stattfindenden Ausbildung, engagiert zur Verfügung stellte, zollte der Vizepräsident höchste Anerkennung. Die Teilnehmerin Sabine Reiter äußerte sich am Ende über den Lehrgang kurz und knapp: „…gute Referenten, die wissen was sie tun. Die Organisation war perfekt, danke an alle Referenten und Ausbilder!“   

gruppenfotoVon oben links: Eric Schmidt, 1.FC Meisenheim;  Christian Rodrian, TUS Grün-Weiß Wendelsheim; Christian Schnack,   DJK Ochtendung; Wolfgang Stolte, Lehrgangsleiter; Andrea Pähler, TV Güls; Pia Eberz, Shinbo-Do Karate Eifel e.V.; Carl Bonn, TuS Asbach; Marzena Unger, Aqua Fitness e.V.; Jürgen Graffe, Kinderbewegungsschule (KIBS) e.V.; Ulf Wienecke, DLRG OG Montabaur; Anne Schwenkmezger, SC Altenkirchen; Jennifer Hess, FC Mündersbach; Katrin Riebke, Schulsportreferentin des LSB; Dominik Jung, Kinderbewegungsschule (KIBS) e.V.; Rüdiger Baier, Vorsitzender des DSLV in Rheinland-Pfalz, Günter Berg, Vizepräsident des LSB; Von unten links: Jennifer Timmers, TV Engers; Sonnya Mertes, JSG Ehrang-Pfalzel; Jennifer  Grasnick, PSV Wengerohr e.V.; Olga Litau, TuS Kirn; Sabine Reiter, TSV Emmelshausen;  Diana Polte, TC EC Mainz; Nicole Radtke, TV Rennerod      

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