Zweimal WM-Silber für rheinland-pfälzische Ruderer

Moos/Osborne Vize-Weltmeister mit dem leichten Doppelvierer / Silber für den Deutschland-Achter mit Richard Schmidt / Koch Fünfter im Leichtgewichts-Einer

2013 moos osborne aktuell mNach einem Katapult-Start hat sich der leichte Doppelvierer des Deutschen Ruder-Verbandes (DRV) bei den Weltmeisterschaften im südkoreanischen Chungju in 6:05,55 Minuten die Silbermedaille hinter den hoch überlegenen Griechen (6:03,44) gesichert. Mit im Boot saßen neben Jonas Schützeberg (Berlin) und Julius Peschel (Hannover) auch Schlagmann Jason Osborne und Moritz Moos, die beiden Youngsters vom Mainzer Ruder-Verein (MRV). Beeindruckend war, wie das DRV-Quartett den finalen Angriff der Italiener abwehrte. „Das war meine erste A-WM, da bin ich mit der Silbermedaille absolut zufrieden“, wurde Osborne hernach in der Allgemeinen Zeitung Mainz zitiert. „Die Griechen waren stärker.“ Bugmann Moos sprach von einem „super guten Rennen von uns, besser hätten wir nicht fahren können“.
Am Dienstagabend wurden die beiden Top-Talente vom MRV für ihre tollen Erfolge geehrt. Bei dem Empfang am Bootshaus des Mainzer-Rudervereins (Victor-Hugo-Ufer) zählte auch Karin Augustin, Präsidentin des Landessportbundes Rheinland-Pfalz, zu den Gratulanten. Die LSB-Präsidentin nannte die Darbietungen der jungen Ausnahmeathleten "grandios". Mainz sei zurecht zum Bundesstützpunkt ernannt worden. 

Ihr Mainzer Vereinskollege Jonathan Koch landete im Finale des Leichtgewichts-Einer in 7:26,52 Minuten auf dem fünften Rang. Der 27-Jährige war zu Beginn noch gleich auf, dann vermochte er das Tempo an der Spitze nicht mehr mitzugehen, da ihm bei seinem dritten Rennen binnen drei Tagen ein wenig die Frische fehlte.

Beim großen Finale der Ruder-WM mangelte es den Kraftpaketen aus dem Deutschland-Achter – darunter auch Richard Schmidt vom RV Treviris Trier – an Stehvermögen. Trotz eines furiosen Endspurts kauften die Briten dem Paradeboot des DRV den Schneid ab. Erstmals seit den Olympischen Spielen 2008 in Peking musste sich die Crew von Erfolgstrainer Ralf Holtmeyer bei einem internationalen Auftritt mit Silber begnügen – und das, obwohl sie einen sehenswerten Auftritt hinlegten. Nach 2.000 Metern lagen die Ruderer von der Insel in 5:30,35 Minuten 0,54 Sekunden oder rund einen Luftkasten (der vordere Teil des Bootes bis zum ersten Ruderer) vor Schmidt & Co.

Weitere Infos gibt es bei: Michael Heinze.