Goldener Stern des Sports an den 1. FFC Montabaur

Mädchenfußballverein aus dem Westerwald im Finale auf Platz 11

Die MTG Horst 1881 aus Essen hat am 7. Februar in Berlin den mit 10.000 Euro dotierten „Großen Stern des Sports“ in Gold 2011 des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und der Volksbanken und Raiffeisenbanken erhalten. Bundeskanzlerin Angela Merkel verlieh die Auszeichnung gemeinsam mit DOSB-Präsident Thomas Bach und dem Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Uwe Fröhlich, am Morgen in der DZ BANK am Brandenburger Tor. Der rheinland-pfälzische Vertreter, der 1. FFC Montabaur, erreichte einen hervorragenden elften Platz.

Insgesamt wurden 18 Sportvereine aus ganz Deutschland für ihr gesellschaftliches Engagement geehrt. Die Vereine hatten sich als Landessieger für das Finale qualifiziert. Die „Sterne des Sports“ wurden bereits zum achten Mal vergeben.

Angela Merkel zeigte sich beeindruckt von den vielfältigen Angeboten der Vereine: „Fast neun Millionen Menschen engagieren sich bei uns ehrenamtlich in Sportvereinen. Sie tragen wesentlich dazu bei, wichtige soziale Werte zu vermitteln, die unsere Gesellschaft zusammenhalten“, sagte die Bundeskanzlerin.

„Die Auszeichnung ‚Sterne des Sports’ steht für die große Vielfalt des Sports und die Bereitschaft der Vereine, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen“, sagte DOSB-Präsident Thomas Bach: „Diese Verantwortung wird in unseren Sportvereinen Tag für Tag durch ehrenamtlich tätige Menschen mit großem Engagement gelebt.”

Zu den Juroren zählten DOSB-Vizepräsident Walter Schneeloch, die Leiterin der Abteilung Markt beim BVR, Yvonne Zimmermann, der Marken-Botschafter der Volksbanken und Raiffeisenbanken und Kunstturner, Fabian Hambüchen, die Hockey-Olympiasiegerin Fanny Rinne, der Leiter Sport des ARD-Morgenmagazins, Uwe Kirchner, die Leiterin des Aktuellen Sports im ZDF, Christa Haas, der Sportchef der FAZ Jörg Hahn, der stellvertretende Chefredakteur der Wochenzeitung „Die Zeit“, Moritz Müller-Wirth, der Sportchef der Deutschen Presse-Agentur, Sven Busch, und Niclas Stucke vom Deutschen Städtetag.

Der Bundessieger überzeugte die Jury mit seiner einzigartigen Abteilung „United Sports“. Die Kurse der 2006 gegründeten Integrationssparte von Essens größtem Sportverein gehen inhaltlich weit über den Sport hinaus, indem z.B. auch Besuche in Museen oder gemeinsame Ferienfreizeiten angeboten werden. Trainer und Vorstand von „United Sports“ sind außerdem selbst wichtige Vorbilder für gelungene Integration: Sie stammen aus Einwandererfamilien.

Die geehrten Vereine hatten sich in dem dreistufigen Wettbewerb zuvor auf der Lokal- und Landesebene durchgesetzt und erhielten bereits die „Großen Sterne des Sports“ in Bronze und Silber. Insgesamt beteiligten sich bundesweit gut 2.500 Sportvereine mit einer Bewerbung bei den Volksbanken und Raiffeisenbanken. Der Wettbewerb umfasst zehn Bewertungskategorien von Gesundheits-, Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen über Angebote für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren bis zur Förderung der Leistungsmotivation.

Der DOSB und die Volksbanken und Raiffeisenbanken schreiben die „Sterne des Sports“ seit 2004 jährlich aus. Durch die Prämierungen auf Orts-, Landes- und Bundesebene flossen den Vereinen bisher mehr als drei Millionen Euro zugunsten ihres gesellschaftlichen Engagements zu. Schon in den nächsten Wochen startet auf lokaler Ebene die Ausschreibung für die „Sterne des Sports“ 2012.

Die „Sterne des Sports“ genießen auch international hohe Anerkennung. Bei der Vollversammlung der TAFISA, dem Weltverband des Breitensports, wurden sie 2011 mit dem Innovation-Award der Organisation für Sportsponsoring ausgezeichnet.

Weitere Infos gibt es bei: Michael Heinze.