Ringen: Zwei Medaillen und sieben Sportler unter den Top Ten

Jugendreferent Oliver Eich vom Schwerathetlikverband Rheinland (SVR) zieht zufrieden Bilanz

Zwei Medaillen und sieben Sportler unter den Top Ten: So lautet die Bilanz des Schwerathletikverbandes Rheinland (SVR) bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften im Ringen. Im vergangenen Jahr gab es drei Medaillen, allerdings kamen nur vier Athleten unter die besten Zehn. Insgesamt sammelten die 15 DM-Teilnehmer aus dem Rheinland in diesem Jahr 42 Punkte in der Verbandswertung – acht mehr als 2012. Deutscher Meister wurde Vladislav Wagner (WKG Untere Nahe) bei der A-Jugend, Robin Ferdinand (ASV Boden) holte eine Bronzemedaille bei den Junioren.

„Insgesamt können wir mit einer Goldmedaille, einem fünften und zwei sechsten Plätzen im Jugendbereich sehr zufrieden sein“, meint SVR-Jugendreferent Oliver Eich (Bad Kreuznach). Vor allem der souveräne Titel von Vladislav Wagner (WKG Untere Nahe) bei der A-Jugend hat Eich begeistert. „Er holte die erhoffte Medaille und zeigte dabei eine tolle Leistung“, betont der Jugendreferent. Aber auch der fünfte Platz seines Sohnes Marcel (WKG Untere Nahe), der das erste Mal bei der A-Jugend startete, gehört zu den Top-Leistungen der Sportler aus dem Rheinland bei der DM. „Er konnte dabei mehrere Top-Athleten besiegen, das macht Hoffnung“, so Eich zufrieden. Für Oliver Eich überraschend war dagegen der sechste Platz von Danny Loritz (WKG Untere Nahe) bei der B-Jugend. „Er ist kurzfristig als Ersatz eingesprungen, und dann sofort eine solche Platzierung, das ist schon klasse“, macht er deutlich. Dagegen sei der sechste Platz von Biourn Mayer (WKG Untere Nahe), der im vergangenen Jahr überraschend eine Bronzemedaille gewann, bei der B-Jugend etwas enttäuschend gewesen. Eich: „Er wurde seinen Erwartungen nicht gerecht.“

Ein wenig hadert der Jugendreferent aber auch mit dem Verletzungspech. „Leider haben sich manche Athleten, die gute Leistungen in der Vorbereitung gezeigt haben, kurzfristig verletzt oder wurden krank und konnten nicht starten.“ So etwa der B-Jugend-Meister von 2011, Justin Eich (WKG Untere Nahe), oder der Obersteiner Luca Dieden, der Bodener Frederik Brandt oder Jochen Tatli von der WKG Untere Nahe. Auch bei den Junioren sagte mit Wassil Ivanov (WKG Untere Nahe) ein Ringer verletzungsbedingt ab, der gute Chancen auf einen Platz unter den Top Ten gehabt hätte. „Darum müssen wir mit den jetzigen Erfolgen zufrieden sein“, so Oliver Eich.

Nicht ganz so zufrieden mit den Ergebnissen bei der DM wie der Jugendreferent ist Thomas Ferdinand (Großholbach), der als SVR-Sportreferent für den Senioren- und Juniorenbereich zuständig ist. Dies betrifft vor allem die Leistung seines Sohnes Robin, dem Aushängeschild des Verbandes mit fünf Meistertiteln in den vergangenen Jahren. In diesem Jahr wurde Robin Ferdinand, der jeweils als Titelverteidiger an den Start ging, bei den Aktiven Zehnter, bei den Junioren gewann er die Bronzemedaille. „Ich weiß, dass da mehr drin war“, sagt Thomas Ferdinand. Allen sei klar gewesen, dass nach dem unglaublichen Jahr 2012 mit zwei Titeln, dem fünften Platz bei der WM und der Teilnahme an der Olympia-Qualifikation ein Einbruch kommen werde. „Doch dass der gerade bei diesen Meisterschaften eintritt, ist schade und muss nun analysiert werden“, unterstreicht der Sportreferent.

Positiv überrascht war Ferdinand dagegen von Vladislav Wagner, der mit Sonderstartrecht bei den Junioren erstmals auf die Matte ging und gleich Vierter wurde. „Er hat gut mitgehalten, obwohl die Gegner vier bis fünf Jahre älter waren. Ohne manchen jugendlichen Leichtsinn wäre vielleicht auch eine Medaille drin gewesen“, meint er. Enttäuschend ist insgesamt das Abschneiden des SVR im klassischen Stil, wo kein Sieg für einen DM-Starter heraussprang (Thomas Ferdinand: „Darüber müssen wir reden.“). Und erneut ging auch keine Sportlerin aus dem Rheinland bei einer DM der Frauen und der weiblichen Jugend an den Start. Allerdings blickt Oliver Eich mit Zuversicht nach vorne. „Immerhin können bei der A- und B-Jugend fast alle Sportler auch im nächsten Jahr noch in ihren Altersklassen starten. Und wenn dann noch die Verletzten dieses Jahres dabei sind, werden wir 2014 eine sehr gute Truppe zu den Deutschen Meisterschaften entsenden“, ist er überzeugt.

Weitere Infos gibt es bei: Michael Heinze.