Leichtathletik: Kai Kazmirek mit 8.350 Punkten beim Zehnkampf in Ratingen

2012 kai kazmirek f wolfganKai Kazmirek, der Zehnkämpfer der LG Rhein-Wied, hat beim Mehrkampf-Meeting in Ratingen erneut bewiesen, welches Talent in ihm steckt. Am Ende des ersten Tages übernachtete er auf Platz eins, der zweite Tag brachte ihm dann ein Weltklasse-Resultat von 8.350 Punkten, Platz vier und das Ticket für die U 23-EM in Tampere/Finnland. Doch der Wind, der Wind – er machte am Ende einige Träume zunichte.

Nachdem Kazmirek in Marburg im vergangenen Jahr erstmals die magischen 8.000 Punkte getoppt hatte – mit 8.130 Punkten – verbesserte er seine Leistung nun auf 8.350 Punkte und empfahl sich für die U 23-EM in Finnland (14. bis 17 Juli). Doch leider geht die Punktzahl nicht in die Bestenliste ein und wird auch nicht als Rheinland-Rekord gewertet, da der Wind einen Strich durch die Rechnung machte. Im schnellsten 100-Meter Lauf, in dem auch Kai dabei war, wehte ein Rückenwind von 5,4 Meter pro Sekunde. Für den Mehrkampf gilt, dass in den drei windrelevanten Disziplinen (Sprint, Weit und Hürden) maximal ein Wind von insgesamt 6,0 Meter pro Sekunde gemessen werden darf. Kazmirek kommt auf 6,5 Meter pro Sekunde. „Zwar ist die Punktzahl nicht bestenlistenfähig, aber dennoch für mich eine neue Bestleistung“, resümierte der Ausnahme-Zehnkämpfer. „Lediglich die 100 Meter waren ja zu sehr Wind unterstützt. Für mich war der Zehnkampf einfach nur geil, weil ich endlich das umsetzen konnte, was sich im Training schon angedeutet hatte.“

Neben der Nominierung für die U 23-EM kann sich Kai Kazmirek über einen Rheinland-Rekord im Stabhochsprung mit 5,10 Metern freuen. Zudem sprang in dieser Disziplin in Ratingen keiner der Athleten so hoch wie er. Hinzu kommt noch eine persönliche Bestleistung im Diskuswurf mit 44,69 Metern und erneuten 7,51 im Weitsprung. „Besonders gefreut haben mich die drei ersten Disziplinen des zweiten Tages, da es für einen Zehnkämpfer immer schwer ist, so gut nach dem harten ersten Tag in den Wettkampf zu finden. In Finnland wird es einen harten Kampf um die Medaillen geben, da die Vorleistungen der anderen so stark wie seit Ewigkeiten nicht mehr waren“, sprudelte es aus dem Weltklasse-Mehrkämpfer heraus.

Das Erdgas-Mehrkampf-Meeting von Ratingen bot den Zuschauern ein wahres Mehrkampf-Feuerwerk. Eine Vorstellung der Extra-Klasse boten sowohl die Zehnkämpfer, wie auch die Siebenkämpferinnen, die alle um die letzten Tickets für die WM in Moskau stritten. Allein sechs deutsche Athleten kamen über die magische 8.000-Punkte-Marke hinaus. Leichtathletik.de schrieb treffend: „Schon erstaunlich, dass 8.396 beziehungsweise 8.350 Punkte wohl nicht für einen Startplatz in Moskau reichen werden.“

Weitere Infos gibt es bei: Michael Heinze.