Ringen: Rheinland-Pfalz und Saarland bilden zwei gemeinsame Ligen

Die Ringer im Saarland und in Rheinland-Pfalz setzen in den Mannschaftswettbewerben auf Zusammenarbeit. Ab der neuen Saison, die am 7. September startet, bilden die vier beteiligten Landesfachverbände – der Saarländische Ringerverband, der Ringerverband Pfalz, der Schwerathletikverband Rheinhessen und der Schwerathletikverband Rheinland – eine gemeinsame Regional- und eine gemeinsame Oberliga.

Nach drei Jahren Pause wird es in Rheinland-Pfalz und im Saarland damit wieder eine gemeinsame Regionalliga im Ringen geben. 17 Jahre lang gab es bereits diese Liga, die allerdings 2010 von rheinland-pfälzischer Seite aufgekündigt worden war, da die beiden anderen rheinland-pfälzischen Ligen, die Ober- und die Verbandsliga, auszubluten drohten. Durch die damals vier rheinland-pfälzischen Regionalliga-Teams sollte die Oberliga, für die 2010 nur noch sechs Teams gemeldet hatten, wieder verstärkt werden. Doch die Hoffnung, den Rückgang im Mannschaftsringen dadurch aufzuhalten, ährte nur zwei Jahre. 2012 fanden sich wiederum nur noch sechs Mannschaften, die in der Oberliga Rheinland-Pfalz starten wollten. Darum wurde wieder das Gespräch mit dem Saarland gesucht. Ergebnis: Es wird zwei gemeinsame Ligen ab dieser Verbandsrunde geben.

Mit acht Mannschaften, jeweils vier aus dem Saarland und vier aus Rheinland-Pfalz, geht die neue Verbandsrunde der Regionalliga Südwest an den Start. Es sind die jeweils vier Erstplatzierten der beiden Oberligen. Die Zuschauer können sich dabei auf viele spannende Wettkämpfe auf den Matten freuen. Gleich drei zweite Mannschaften von Bundesligisten, darunter vom Deutschen Mannschaftsmeister ASV Mainz 88 und dem Deutschen Mannschafts-Vizemeister KSV Köllerbach, starten in der neuen Regionalliga Südwest.

Aus Rheinland-Pfalz sind Oberliga-Meister ASV Mainz 88 II, der Vorjahres-Vizemeister ASV Pirmasens sowie die beiden Teams aus dem Schwerathletikverband Rheinland, WKG Metternich/Rübenach und WKG Untere Nahe, in der neuen Regionalliga vertreten. Aus dem Saarland kommen der dortige Oberliga-Meister KSV Köllerbach II, der Vorjahres-Vize, die RG Saarbrücken, sowie der AC Heusweiler und die zweite Mannschaft des KV Riegelsberg.

Völliges Neuland ist die Oberliga Südwest. Hier gehen erstmals sieben Teams aus den beiden Bundesländern an den Start. Eigentlich waren auch hier acht Mannschaften vorgesehen, doch Aufsteiger WKG Metternich/Rübenach II, 2012 Verbandsliga-Meister in Rheinland-Pfalz, zog im Sommer die Meldung zurück, ein Nachrücker wurde nicht gefunden. So werden nur drei rheinland-pfälzische Vereine mit vier saarländischen Teams die Premiere angehen. Aus dem Saarland sind dies die KG Hüttigweiler-Schiffweiler, die KSG Erbach, der KSV St. Ingbert und der KSV Fürstenhausen. Aus Rheinland-Pfalz kommen der VfK 07 Schifferstadt II sowie aus der Verbandsliga Rheinlandseiche Büdesheim und die neue WKG Nackenheim/Laubenheim hinzu.

Mit dieser neuen WKG kehrt auch ein rheinland-pfälzischer Traditionsverein wieder auf die Ringer-Bühne zurück – der AC Laubenheim, der seit 2007 keine Mannschaft mehr stellte. Der AC Laubenheim startete früher sogar mal in der Zweiten Bundesliga, 2005 wurde die Mannschaft Verbandsliga-Meister und belegte 2006 und 2007 jeweils den siebten Platz in der Oberliga. Nun bildet der Verein aus dem Mainzer Vorort eine Wettkampfgemeinschaft mit dem SV Alemannia Nackenheim, der 2012 Dritter der Verbandsliga Rheinland-Pfalz wurde.

Auch in der Verbandsliga Rheinland-Pfalz kehren mit der neuen Saison zwei Traditionsvereine auf die Matten zurück: der ASV Boden und der ASV Ludwigshafen. Der Club aus dem Westerwald hatte sich 2009 aus dem Mannschaftssport zurückgezogen, die Ludwigshafener waren ebenfalls seit 2009 nicht mehr in den Ringer-Verbandsrunden dabei. Neben diesen beiden Teams gehören zur Verbandsliga Rheinland-Pfalz außerdem Vorjahres-Vizemeister AC Thaleischweiler, der RSC Pirmasens-Fehrbach, der AC Oberstein, die zweite Mannschaft der WKG Untere Nahe und der AV Speyer sowie Oberliga-Absteiger KSC Friesenheim. Auch hier startet die Verbandsrunde am 7. September.

Weitere Infos gibt es bei: Michael Heinze.