Tennis: 210 Grundschulkinder in Höhr-Grenzhausen beim Vielseitigkeitswettbewerb

2013 tvr aufwrmen neuDer Grundschul-Vielseitigkeitswettbewerb des Tennisverbandes Rheinland (TVR) entwickelt sich zur Erfolgsgeschichte. „Der Landesverband Rheinland-Pfalz hat das Projekt begeistert angenommen“, freute sich Initiatorin Anke Wardjawand, im TVR-Präsidium für Schultennis zuständig, über die positive Resonanz. Was demnächst in Rheinhessen und in der Pfalz auf die Beine gestellt werden soll, ist in Koblenz und jetzt auch im Westerwald bereits praxiserprobt. „Mit diesem Ansturm hatten wir nicht gerechnet“, sagte TVR-Mitarbeiterin Simone Werneke, die zusammen mit Wardjawand, Landestrainer Sebastian Mastalerz, dem Jüngstenreferent des rheinland-pfälzischen Verbandes, Jens Rothenmeier, sowie 22 Sportstudenten und -innen von der Uni Koblenz als Helfer die zweitägige Veranstaltung in der Halle der internationalen Tennisakademie BASE in Höhr-Grenzhausen organisierte.

130 Kinder, überwiegend Dritt- und Viertklässler, tummelten sich am ersten Tag auf den fünf Ascheplätzen der Halle Am Moorsberg. Sie kamen aus 13 Westerwälder Grundschulen, von Alpenrod bis Westerburg, und am Ende wurde es ganz knapp. Nach der Vorrunde, in der Elefanten-, Seehund, Känguru- und Löwengruppe mit Eierlauf und Torschuss, am Schießstand sowie bei drei Low-T-Ball-Wettkämpfen um den Einzug in die Hauptrunde kämpften, lagen in der finalen Löwengruppe die Joseph-Kehrein-Schule aus Montabaur sowie die Pfarrer-Toni-Sode-Gesamtschule (Nentershausen) nach Tennis-Hockey, Abpraller, Fächerlauf und Low-T-Ball mit je acht Punkten gleichauf. Entscheiden musste die Punktdifferenz im Low-T-Ball, und da hatten die Montabaurer Mädchen und Jungs die Nase vorn. Tags drauf maßen sich 80 Sechs- bis Zehnjährige, diesmal aus den nähergelegenen Schulen, und da machte bei gleichem Programm die Grundschule Haiderbach (Wittgert) das Rennen.

Für Bernd Görlitz, Leiter der Grundschule Hillscheid und Schulsportfachberater der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Rheinland-Pfalz, ist dieser Wettbewerb „ein Erlebnistag für die Kinder und Erweiterung des Sportunterrichts“. So ergänzen sich die Interessen: Der Tennisverband will „den Nachwuchs für ein langfristiges Engagement in den örtlichen Vereinen begeistern“, die Schulen (Görlitz: „Alle 55 im Westerwald sind sportlich engagiert“) nehmen das Angebot gerne an. „Wenn wir Glück haben, finden wir auf diesem Weg sogar einen zukünftigen Kaderspieler“, meint TVR-Landestrainer Sebastian Mastalerz. Vorrangig sei aber, mehr Kinder in den Tennisclub zu bringen: „Die Vereine sind gefordert, und da geschieht noch zu wenig.“ Tennis als Lustprodukt, so sieht es Anke Wardjawand. „Wir machen es den Schulen und Vereinen schmackhaft.“

Weitere Infos gibt es bei: Michael Heinze.