Sportplakette des Bundespräsidenten für 24 Traditionsvereine

Bei Feierstunde in Mainz zeichnen Sportminister Roger Lewentz und der kommissarische LSB-Präsident Jochen Borchert zwei Dutzend „fantastische“ Klubs aus

Sportminister Roger Lewentz hat am Mittwoch in Mainz gemeinsam mit Jochen Borchert, kommissarischer Präsident des Landessportbundes, die Sportplakette des Bundespräsidenten an 24 rheinland-pfälzische Traditionsvereine überreicht. „Seit 100 Jahren sind die geehrten Vereine ein Treffpunkt des Sports, des Austauschs und des Miteinanders“, sagte Lewentz bei der Verleihung mit 160 Vertretern aus Sport und Politik im Festsaal der Staatskanzlei. „Sie stiften Identität, sie fordern und fördern. Eine solche Lebensdauer ist nicht denkbar ohne das Engagement der Menschen, die über Generationen hinweg vor und auch hinter den Kulissen zu einem attraktiven Vereinsleben beitragen.“

In Rheinland-Pfalz sei jeder Zweite ehrenamtlich aktiv – mehr als in jedem anderen Bundesland. Das mache Rheinland-Pfalz lebens- und liebenswert. Diesen gesellschaftlichen Beitrag könne der Staat nicht ersetzen, so Lewentz. Daher würdige die Sportplakette nicht nur die eigene Leistung, sondern auch das Engagement, das über Generationen weitergetragen wurde. „Die Sportplakette dokumentiert das selbstlose Engagement vieler Generationen und trägt hoffentlich dazu bei, auch künftig Menschen für die ehrenamtliche Vereinsarbeit zu motivieren“, betonte der Minister in seiner Laudatio und sprach von „fantastischen Vereinen, die ein langes Stehvermögen haben und sich für die Mitbürger einbringen“. Auch um den Blick auf die Vereine zu lenken, sei „der LSB der zentrale Partner für uns“. Lewentz, selbst im Sportverein groß geworden, wörtlich: „Man mag Vieles als unmodern empfinden – die Vereine sind es auf keinen Fall.“ Kinder und Jugendliche erhielten hier ein prima Rüstzeug. Und an die stolzen Funktionäre gewandt: „Wir leben von so Menschen wie Ihnen, die im besten Sinne das Salz in der Suppe sind.“

Jochen Borchert hieß die Jubiläumsvereine „herzlich willkommen im Klub der Hundertjährigen“. Vereine wie die des 1919er Jahrgangs blickten auf eine lange Tradition und hätten „sich neuen gesellschaftlichen Gegebenheit angepasst bzw. anpassen müssen“. Der kommissarische LSB-Präsident warf in seinem Grußwort einen Blick in die Vergangenheit, wagte aber auch einen Blick in die Zukunft. In hohen Tönen lobte Borchert „das sehr reichhaltige Portfolio“ der Vereine: „Ich gratuliere Ihnen zum Jubiläum, möchte Sie aber auch für die kommenden hundert Jahre in die Pflicht nehmen.“

Die Sportplakette des Bundespräsidenten ist die höchste staatliche Auszeichnung für Sportvereine oder -verbände, die sich in langjährigem Wirken besondere Verdienste um die Pflege und Entwicklung des Sports erworben haben. Sie wird aus Anlass des hundertjährigen Bestehens eines Vereins oder Verbandes auf dessen Antrag verliehen. Die Ehrung wurde erstmals vom damaligen Bundespräsidenten Karl Carstens verliehen.

DIE AUSGEZEICHNETEN VEREINE
•    Sportfreunde Germania Winden 1919
•    Sportverein Lemberg
•    DJK-Sportgemeinschaft 1919 Ludwigshafen/Rhein-Oppau
•    Sportvereinigung 1916 Hochstetten
•    Fußballverein 1919 Budenheim
•    Sportverein 1919 Mainz-Gonsenheim
•    Turn- und Sportverein 1919/51 Gutenberg
•    Fußballverein 1919 Hochstätten
•    Fußball-Club Bitburg 1919
•    Turn- und Sportverein 1919 St. Sebastian
•    Turn- und Spielverein Klotten 1919
•    Turn- und Sportverein 1919 Platten
•    FC Burgen 1919
•    Sportverein Gerolstein 1919
•    Sportverein Buch 1919
•    SV Gonzerath 1919
•    Sportverein Rot-Weiß 1919 Pottum
•    Fischerei-Verband Opsen/Fürthen
•    Sport-Club 1919 Birlenbach
•    SC Bad Bodendorf 1919
•    SV Olympia 1919 Eschelbach
•    Deutsche Jugendkraft Fernthal 1919
•    FC Luzencia Niederlützingen
•    Schützengesellschaft 1344 zu St. Goar